Fußball als Job. So wirst du vom Fan zum Fachmann

Gelner Tivadar

Viele Sport-Begeisterte würden ein ganz besonderes Hobby gerne zum Beruf machen: den Fußball. Jobs scheint es in diesem Bereich auf den ersten Blick nicht viele zu geben. Nur die Wenigsten haben das Zeug zum Profifußballer. Aber auch abseits des Rasens bietet König Fußball spannende Jobs.

Wer sein Geld als Fußballprofi verdienen will, muss außergewöhnliches Talent und jede Menge Disziplin besitzen und dazu eine gehörige Portion Glück haben. Doch auch neben dem Platz winken spannende Fußball-Jobs, die ganz nah am Geschehen sind. Das gilt neben dem klassischen Fußball genauso für den Frauenfußball. Hier kicken ebenfalls nur die besten Spitzensportlerinnen. Und genauso bieten sich für Frauen jede Menge Alternativen seine Leidenschaft zum Beruf zu machen.   

Machen müde Kicker munter: Fußball-Jobs im Gesundheitsbereich

Du magst den Umgang mit Menschen und interessierst dich für Medizin? Dann ist eine Ausbildung zum Physiotherapeuten vielleicht das Richtige für dich. Als Physiotherapeut kannst du einen der wichtigsten Fußball-Jobs übernehmen: Du betreust die Spieler und sorgst dafür, dass sie fit durch die Saison kommen. Dabei kümmerst du dich unter anderem um muskuläre Beschwerden und unter Anleitung eines Arztes um die Regeneration und Rehabilitation der Spieler, zum Beispiel nach Verletzungen. Du erlernst den Beruf in einer dreijährigen schulischen Ausbildung an einer Berufsfachschule für Physiotherapie. 

Hast du das Abitur in der Tasche, kann dein langfristiges Berufsziel auch Mannschaftsarzt lauten. Nach dem allgemeinen medizinischen Studium absolvierst du dann zusätzlich die Spezialisierung zum Sportmediziner.

Wirtschaftsfaktor rundes Leder: Jobs im Management eines Fußball-Clubs

Die großen Fußball-Vereine sind heutzutage straff organisierte Wirtschaftsunternehmen, die gemanagt werden müssen: von Spieler- und Werbeverträgen über den Ticketverkauf bis hin zur Fan-Arbeit. Als Sportmanager oder Sportdirektor musst du dich auf den Spielermärkten auskennen, denn du handelst Verträge aus und kümmerst dich um die Finanzen des Vereins. Außerdem planst du Trainingslager und stellst den Mannschaftskader zusammen. Für diesen Fußball-Beruf ist eine kaufmännische Ausbildung oder ein Sportmanagement-Studium vorteilhaft. Zwar tummeln sich hier zumeist ehemalige Fußballprofis, aber es gibt immer wieder Chancen für Quereinsteiger. 

Aber auch hier sind Mitarbeiter mit einer soliden Ausbildung gefragt. So zum Beispiel für die Arbeit im Sekretariat, im Rechnungswesen, der Personalabteilung oder Facility-Management. So kann auch der normale Lehrling spannende Fußballluft schnuppern. 

Sorgen für den nötigen Fan-Zauber: Fußball-Jobs im Medienbereich

Klappern gehört besonders im Profi-Fußball zum Handwerk. Deshalb haben alle großen Vereine Spezialisten in Sachen Kommunikation und Merchandising an Bord. Zum Beispiel einen Pressesprecher, der Journalisten Rede und Antwort steht. Viele Pressesprecher haben studiert – zum Beispiel Sport-Journalismus, Medienmanagement oder Germanistik. Auf das Studium folgt dann meist ein Volontariat. So nennt sich die praktische Ausbildung im Journalismus. Schon in dieser Zeit kümmerst du dich um journalistische Anfragen, vereinbarst und betreust Interviews und schreibst Pressemitteilungen. Oder Social-Media-Spezialisten, die den Kontakt mit Fans und anderen Interessengruppen über Facebook, YouTube oder Twitter pflegen.

Wenn du dich für Grafik und Design interessierst, kannst du auch als Mediengestalter in den Fußball-Medienabteilungen arbeiten. Dafür absolvierst du eine dreijährige anerkannte Ausbildung und schon bist du mittendrin in der Welt der Fußball-Jobs.

Eine Möglichkeit für alle, die nicht direkt bei einem Verein arbeiten, aber trotzdem ganz nah am Geschehen sein möchten, könnte der Beruf des Sportjournalisten etwas sein. Dafür studierst du am besten Germanistik, Journalismus oder Sportjournalismus, zum Beispiel an der Sporthochschule in Köln.

Es gibt aber auch noch unzählige andere Möglichkeiten für Sportbegeistere Fußballfans. So zum Beispiel als Einzelhandelskaufmann in einem Fan-Shop oder in der Stadiongastronomie oder als Sozialpädagoge im Fan-Projekt. 

Du siehst, es gibt unzählige Möglichkeiten, einen Traumjob mit Fußballbezug zu finden. Und wer weiß, vielleicht schaffst du es ja sogar zu deinem Lieblingsverein.