Kreative Handwerksberufe: Goldschmied/-in

Broschen, Ketten, Anhänger – kleine Kostbarkeiten sind Julianes täglich Brot. Die 23-Jährige ist frisch gebackene Goldschmiedin. Und da ist vor allem eines wichtig: die große Liebe zum kleinen Detail.

Zart und fein

"Wenn es kleinteilig wird, komme ich erst richtig in Fahrt", sagt Juliane und lötet ein stecknadelkopfgroßes Kügelchen an einen goldenen Anhänger. Ihre Hand ist ruhig und sicher, die Bewegungen sind versiert. "Ist er nicht schön?", fragt Juliane und hebt den kleinen Anhänger empor. "Die feinen Linien und die zarte Ausgestaltung, toll ..."

Aus Alt mach Neu

Fein und zart sind beinahe alle Dinge, mit denen es die 23-Jährige täglich zu tun hat. Juliane ist Goldschmiedin in der Fachrichtung Schmuck. Sie arbeitet in einer Werkstatt zusammen mit ihrem Meister und einer weiteren Kollegin. Von Armbändern über Ringe bis hin zu Broschen repariert sie alte Schmuckstücke, arbeitet sie um und entwirft auch ganz neue. "Oft kommen Kunden mit einer Idee in den Laden“, erzählt sie, "und dann überlegen wir gemeinsam, wie wir diese Idee umsetzen können." Dann macht Juliane einen Entwurf, sammelt passende Materialien zusammen und los geht’s!

Gemeinsam kreativ sein

Löten, Einfassen, Emaillieren – es sind die filigranen Techniken, die die 23-Jährige faszinieren. Dass regelmäßig Kunden vorbeischauen, ist für Juliane nur noch das Sahnehäubchen. "Ich mag es, mich mit Menschen auszutauschen, gemeinsam kreativ zu sein", sagt sie. "Mein Beruf kombiniert das mit einem anspruchsvollen Handwerk. Schöner könnte Arbeiten gar nicht sein."