Was macht eigentlich ein Landschaftsgärtner?

GaLa-Bau – hört sich ganz schön glamourös an, was? Dabei geht es bei diesem Beruf eigentlich eher handfest zu. "GaLa" steht für "Garten und Landschaft", die die Landschaftsgärtner nach architektonischen Vorgaben gestalten. Kein Beruf für zarte Pflänzchen, wie die 17-jährige Carla erzählt.

Carla ist ein Frischluftfan. Schon als kleines Kind tobte sie am liebsten im Garten, und das bei jedem Wetter. "Das ist heute noch genauso", sagt sie, "unter freiem Himmel fühle ich mich einfach am wohlsten." Eine Vorliebe, die Carla gerade zum Beruf macht. Die 17-Jährige absolviert eine Ausbildung zur Gärtnerin in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, kurz "GaLa-Bau" genannt.

Vielfältige kreative Projekte

In der dreijährigen Ausbildung lernt Carla, die Landschaft nach Plänen von Architekten zu gestalten. Sie baut beziehungsweise pflanzt Außenanlagen - insbesondere Grünanlagen jeglicher Art -, pflegt und saniert sie auch. Gärtner/-innen der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau arbeiten in erster Linie in Fachbetrieben des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus. Auch städtische Gärtnereien, botanische und zoologische Gärten gehören zu ihren Einsatzgebieten. Die Projekte sind sehr vielfältig. "Vom Pflastern einer Wegeanlage in Privatgärten über Straßenbegleitgrün bis hin zur Sportplatzgestaltung ist da alles dabei", sagt Carla. "Gerade erst habe ich zum ersten Mal bei der Anlage eines Gartenteichs geholfen", erzählt sie begeistert.

Sieben Disziplinen

Dieser Beruf braucht auch mal ordentlich Muskelkraft. "Für zarte Pflänzchen ist das nichts", sagt Carla. Doch auch, wenn die Lust am körperlichen Arbeiten eine Grundvoraussetzung ist, gibt es im Gärtnereiwesen noch Alternativen, die nicht ganz so sehr auf Muskelmasse setzen, zum Beispiel die Fachrichtungen Friedhofsgärtnerei, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei, Baumschule und Zierpflanzenbau. "In der Berufsschule kommen dann alle zusammen", erzählt Carla. "Und so unterschiedlich die Schwerpunkte auch sind, so haben wir doch eines alle gemein: Am Ende des Tages sieht man immer, was man geschafft hat - und das sieht meistens auch noch richtig schön aus."

Info

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung als Einstiegsvoraussetzung vorgeschrieben. Die gärtnerischen Ausbildungsbetriebe stellen jedoch überwiegend Auszubildende mit Hauptschul- oder mittlerem Bildungsabschluss ein.

Die Ausbildung erfolgt im dualen System aus Betrieb und Berufsschule und dauert drei Jahre. Eine Verkürzung auf zwei Jahre ist nach abgeschlossener Berufsausbildung oder mit (Fach-) Hochschulreife möglich. Weitere Infos bekommst du auf: www.landschaftsgaertner.com