Modedesigner

Modedesigner ist für viele ein Traumberuf. Ein Teil der glitzernden Modewelt zu sein, immer die neuesten Trends aufzuspüren und angesagte Mode zu kreieren - was könnte es Spannenderes geben? Aber wie wird man Mode-Designer? Was lernt man in der Ausbildung und wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Wie wird man Modedesigner?

Viele Modedesigner starten ihre Karriere mit einer Ausbildung zum Schneider. Denn um Mode zu entwerfen, braucht man nicht nur eine große Portion Vorstellungsvermögen und Phantasie, sondern auch handwerkliches Geschick. Schließlich müssen ja aus schicken Modezeichnungen reale Kleidungsstücke werden. In der Ausbildung erlernt man dazu alle wichtigen Techniken, sucht die passenden Stoffe aus, schneidet sie zu und fertigt beispielsweise Anzüge, Kleider oder Röcke an. Eigene Entwürfe entstehen nicht mehr nur auf dem Papier, sondern mit speziellen Programmen am Computer. Für eine Schneiderlehre sollte man grundsätzlich gutes Augenmaß, Sinn für Schönheit und Farben sowie Zeichentalent mitbringen. Alles Eigenschaften, die auch bei einem späteren Designstudium eine große Rolle spielen.

Einen großen Vorteil bringt die abgeschlossene Lehre zusätzlich: man kann bei mittlerer Reife die Fachhochschulreife nachmachen und sich dann an einer Fachhochschule zum Modedesigner ausbilden lassen. Möglich ist aber auch ein Studium an einer Universität - hier ist Abitur Voraussetzung - oder an einer privaten Modeschule. Allerdings muss man zuvor immer eine Aufnahmeprüfung bestehen: zumeist legt man eine Mappe mit Arbeitsproben wie gezeichneten Entwürfen oder Fotos von selbst kreierten Kleidungsstücken vor. Sie soll zeigen, ob man genügend Talent besitzt.

Was lernt man in der Ausbildung?

Im Studium und im späteren Beruf warten hohe Anforderungen auf die angehenden Modespezialisten. Um damit klar zu kommen, sind besondere Eigenschaften gefragt: Man sollte auf jeden Fall flexibel und belastbar sein, also gut mit Stress umgehen können. Teamgeist und Kreativität sind ebenso wichtig wie ein feines Näschen zum Aufspüren der heißesten Modetrends. Als Student büffelt man dann nicht nur Hintergrundwissen zur Kunst-, Design- und Kostümgeschichte, sondern lernt auch alles zur Gestaltung und zum Miteinander von Material, Form und Farbe. Und auch Fremdsprachen stehen auf dem Stundenplan, schließlich muss man sich in der internationalen Modewelt verständigen können. Englisch ist im Berufsalltag ganz normal und das Erlernen von Französisch und Italienisch sehr sinnvoll - denn in Italien und Frankreich liegen die Mode-Hauptstädte. Im Hauptstudium wird dann viel praktisch gearbeitet: ganze Kollektionen werden entworfen, angefertigt und auf Modeschauen präsentiert. Mit einer Diplomarbeit, bei der man beispielsweise eine komplette Kollektion zu einem bestimmten Thema zu erstellen hat, schließt man das Studium ab und darf sich Diplom-Modedesigner nennen.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Als Berufsanfänger schließt man sich meistens erst einmal einer Modefirma an. Gerade als Einsteiger lernt man dort viel über das Erstellen einer Kollektion - von der Idee über Produktion und Marketing bis hin zum Verkauf. Man bekommt Routine in den Arbeitsabläufen und kann zudem erste geschäftliche Kontakte knüpfen, die für eine spätere Selbstständigkeit einmal sehr wichtig sein können. Aber Vorsicht: Als Modedesigner hat man selten einen acht Stunden Job. Die Arbeitstage sind lang und dauern manchmal - beispielsweise vor Modenschauen - bis in die Nacht hinein. Eine 60-Stundenwoche ist keine Seltenheit, aber dafür ist dieser Beruf abwechslungsreich, spannend und kreativ wie kaum ein Zweiter. Und bei dem ganzen Stress nicht vergessen - auch die Großen haben mal klein angefangen: US-Designer Ralph Lauren verkaufte Krawatten, bevor seine Kreationen die Laufstege der Welt eroberten.

Hier kann man Modedesign studieren (Auswahl):

Privat:
ESMOD Deutschland München
Internationale Modeschule zur Ausbildung von Stylisten und Modelisten
Fraunhoferstr. 23h
80469 München
Telefon: (089) 2 01 45 25
Zur Homepage: www.esmod.de

Universität:
Hochschule der Künste Berlin
PF 12 05 44
10595 Berlin
Telefon: (030) 3 18 50
Zur Homepage: www.udk-berlin.de

Fachhochschule:
Fachhochschule Hamburg
Winterhuder Weg 29
22085 Hamburg
Telefon: (040) 2 98 80
Zur Homepage: www.haw-hamburg.de

Adressen von weiteren Modedesignschulen bekommt man hier:

Deutscher Designer-Verband
Zettachring 6
70567 Stuttgart
Telefon: (0711) 7 28 53 03
Zur Homepage: www.germandesign.de