„Mr. Handwerk“ und die Lizenz zum Lächeln

Victor strahlt und erzählt voller Leidenschaft von seinem Beruf. Der angehende Zahntechniker ist überzeugt von seiner Ausbildung und deshalb auch der perfekte „Mr. Handwerk“! spleens stellt euch den aktuellen Titelträger genauer vor.

Mehr als hundert Teilnehmer haben sich auf die Titel „Mr. und Miss Handwerk 2014“ beworben. Beim großen Finale auf der Handwerksmesse in München hatten am Ende Victor und die Maler- und Lackierermeisterin Lena die Nase vorn. Dabei ging es nicht nur um das Aussehen, sondern auch um die Präsentation auf der Bühne. „Wir haben uns durch Interviews vorstellen und als Repräsentant des Handwerks beweisen müssen“, erinnert sich Victor. Der 23-Jährige hat diese Prüfungen am besten bestanden und ergatterte im Internet-Voting, beim Messepublikum und bei der Jury die meisten Punkte.

Kalendermodel und Sportfan

Zuvor durften er und elf weitere Titelanwärter ein exklusives Fotoshooting für den Handwerkskalender „Germany's Power People 2014“ machen. Auf den Schwarz-Weiß-Bildern zeigt Victor, dass er nicht nur im Labor eine gute Figur macht. „Es stimmt schon, ich mache regelmäßig Sport“, erklärt Victor seine Muskeln. „Ich brauche das einfach zum Ausgleich, am liebsten verausgabe ich mich beim Fitnesstraining oder auch auf dem Mountainbike.“

Vor allem in den kommenden Monaten wird Victors Freizeit aber wohl knapper ausfallen, denn Anfang 2015 steht sein Abschluss als Zahntechniker an. Erste Erfahrungen hat er bereits mit 14 Jahren sammeln dürfen. Durch einen Freund jobbte er in der Gemeinschaftspraxis „Zahnwelten Paeßens“ in Kalkar und eignete sich so schon einiges an Fachwissen an. „Ich wollte gerne einen Nebenjob, bei dem ich auch was mitnehmen kann.“ Und das war nicht zuletzt die Lust am Handwerk und am Beruf des Zahntechnikers.

Viele berufliche Chancen

„Ich liebe an meinem Beruf vor allem, Menschen zu einem schönen Lächeln zu verhelfen. Und dass man am Ende die erledigte Arbeit sehen und anfassen kann“, berichtet Victor aus seinem Alltag im Ergo-Lab in Kleve. Die Ausbildung sieht er als „perfekte Grundlage für die berufliche Karriere“. Denn was nach der bestandenen Prüfung kommt, weiß „Mr. Handwerk“ noch nicht genau. „Ich kann mir vorstellen, ein Studium zu beginnen, aber auch meinen Meisterbrief zu machen“, erzählt Victor und fügt an: „Auch ein eigenes Labor wäre toll. Auf jeden Fall möchte ich mich immer weiterentwickeln.“ Dass die Ausbildung sehr wichtig für seine Persönlichkeit ist, steht für den Rheinländer schon längst fest: „Ich habe nicht nur fachlich viel gelernt, sondern auch, wie man mit Kritik umgeht und dass man sich anstrengen muss, um etwas zu schaffen.“

Nach seiner Wahl zum „Mr. Handwerk“ hat der Sportfan schon vielen Menschen von seinen Berufserfahrungen berichten können. Im März 2015 sitzt Victor dann selbst in der Jury und entscheidet mit, wer sein Nachfolger wird. Alles zum Wettbewerb findest du unter http://www.handwerksblatt.de/gpp – hier kannst auch du deine Stimme abgeben!

Berufsinfo

Zahntechniker fertigen festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatz, wie zum Beispiel Kronen, Brücken oder Prothesen, an. Dazu benutzen sie genaue Abdrücke des Patientengebisses, welche der Zahnarzt vorher erstellt. Die Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre.