Was macht eigentlich ein Pharmakant?

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Nasenspray, Hustensaft oder Schmerztabletten – Arzneimittel gibt es viele und bestimmt hast du auch schon auf eins zurückgegriffen. Aber wer produziert die Medikamente eigentlich? spleens academy stellt dir den Beruf des Pharmakanten vor.

Pulver, Tropfen, Tabletten – Arzneimittel gibt es in den unterschiedlichsten Formen und natürlich mit ganz verschiedenen Wirkstoffen. Dass es bei der Herstellung von Medikamenten sehr genau zugehen muss, kannst du dir sicher vorstellen. Verantwortlich dafür sind Pharmakanten. Sie produzieren mithilfe von Maschinen und Anlagen Arzneimittel. Außerdem steuern sie die Verpackung der fertigten Medikamente nach strengen hygienischen Vorschriften und führen Qualitätsanalysen der fertigen Produkte durch. Klingt spannend? Dann kannst du dir vielleicht vorstellen, als Pharmakant zu arbeiten. Doch wie wird man das?

Abwechslungsreiche Lehre

Pharmakant ist ein 3,5-jähriger dualer Ausbildungsberuf in der Industrie. Zwar benötigst du keinen bestimmten Schulabschluss, aber meist werden Bewerber mit Abitur oder mittlerer Reife eingestellt. Die Ausbildung absolvierst du gleichzeitig in der Berufsschule und im Betrieb. Letztere sind Unternehmen in der pharmazeutischen Industrie oder Chemiebetriebe. Dabei wirst du hauptsächlich in Produktionshallen, in Laboren oder Reinräumen arbeiten.

Das lernst du

Um Arzneimittel herzustellen, lernst du während deiner Ausbildung eine ganze Menge. Dazu zählen zum Beispiel diese Arbeiten:

· Messwerte erfassen und auswerten

· Messfehler beheben

· Physikalische Größen, zum Beispiel Volumen, Masse, Dichte und Schmelztemperatur, bestimmen und auswerten

· Wareneingangskontrollen durchführen

· Technische Prozesse steuern und regeln

· Pharmazeutische Dokumentationen durchführen

Dein Grundwissen kannst du während deiner Ausbildung weiter vertiefen – durch Wahlqualifikationen. Je nach Ausbildungsbetrieb kann das zum Beispiel das Prüfen und Entwickeln von Packmitteln, die biotechnologische Wirkstoffgewinnung oder das Instandhalten von Fertigungsanlagen betreffen.

Mathe, Physik und Chemie sind Trumpf

Bereits in der Schule zählten Mathe, Chemie und Physik zu deinen Lieblingsfächern? Dann stehen die Chancen gut, dass dir die Ausbildung liegt. Außerdem ist es von Vorteil, wenn du sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeitest, über Geschicklichkeit und gutes technisches Verständnis verfügst. Denn diese Eigenschaften brauchst du zum Beispiel beim Wiegen, Dosieren, für Wartungsarbeiten an Anlagen oder das Einhalten von Sicherheitsbestimmungen.

Bilde dich weiter

Nach der Lehre ist übrigens noch lange nicht Schluss. Als Pharmakant solltest du dich durch Fort- und Weiterbildungen stets auf dem Laufenden halten. Du kannst aber auch einen höheren Abschluss, zum Beispiel zum Industriemeister der Fachrichtung Pharmazie anstreben. Oder mit einer Hochschulberechtigung deinen Bachelor im Fach Pharmazie erwerben.

Weitere Infos zur Ausbildung findest du hier: berufenet.arbeitsagentur.de