Schauspieler werden: Die große Chance

Auf der Bühne stehen, Figuren Leben einhauchen oder vor der Kamera in eine Rolle schlüpfen – für viele ist der Beruf des Schauspielers spannend. Wer seinen Traum verwirklichen will, kann unterschiedliche Wege gehen. spleens.de erklärt den Einstieg über die Schauspielschule.

Wer sich für Schauspielerei interessiert, kann schon in jungen Jahren erste Erfahrungen sammeln, bevor es dann im Studium ernst wird. Am besten, man probiert schon mal Theatergruppen aus und erfährt, ob man sich vor Menschen auf der Bühne wohl fühlt. Reicht das Selbstbewusstsein aus? Vielleicht hilft auch der Kontakt zu Film-Studenten, die für ihre Abschlussarbeiten häufig Darsteller suchen. Dort lassen sich erste Erfahrungen vor der Kamera sammeln.

Die Prüfung

Ist die Liebe Schauspielerei auch nach den ersten Erfahrungen immer noch groß? Dann auf in die Schauspielschule. In Deutschland gibt es eine ganze Reihe von Schulen, untereilt in staatlich und privat. In der Regel werden die Bewerber, bevor sie zum Studium zugelassen werden, genau geprüft. Dies bedeutet, dass jeder sein Talent beweisen muss, zum Beispiel in der Vorstellung einer Szene. Hier schlüpfst du in eine Rolle, die du vorbereitet hast und musst die Prüfer überzeugen. Was die Schulen jeweils sehen wollen, erfährst du auf deren Internetseiten.

Zum Beispiel gibt es in Berlin die staatliche Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Hier werden Bewerber, die mindestens 18 Jahre alt sein müssen, bei einer Vorauswahl anhand von zwei Rollenausschnitten, einem Lied, einem Gedicht oder Prosatext beurteilt. Diese Prüfung findet in der Hochschule selber statt. Hast du alles gut gemacht, darfst du zur eigentlichen Zugangsprüfung. Hier musst du noch mal zeigen, was du alles drauf has.

Die Ausbildung zum Schauspieler

Hast du es tatsächlich geschafft und darfst Schauspiel an einer renommierten Schule lernen, kannst du dich auf einen spannenden Stundenplan freuen. Was genau gelehrt wird, unterscheidet sich von Schule zu Schule. Bei der Hochschule "Ernst Busch" lernst du vier Jahre lang, meistens in kleinen Arbeitsgruppen. Szenen werden studiert, vorgespielt und ausgewertet.

Die angehenden Schauspieler arbeiten mit Regisseuren, Dramaturgen und Pädagogen zusammen. Du arbeitest an dir selbst, an der Rolle und gemeinsam mit anderen im Ensemble. Und auch der "Ernstfall" wird geprobt: einstudierte Szenen werden in einem kleinen Studiotheater Publikum vorgespielt. Viele engagieren sich zudem bei freien Theaterprojekten.

Was kommt danach?

Schauspieler zu sein bedeutet auch, sich stets um Rollen zu bemühen. Immer zu überlegen, wie geht es weiter, wenn ein Engagement vorüber oder eine Rolle beim Fernsehen abgedreht ist. Eine große finanzielle Sicherheit erreichen nur wenige. Damit muss jeder Schauspieler leben. Es gehört eine gehörige Portion Mut und viel Ausdauer dazu, diesen Beruf auszuüben.

Die Schauspielschulen unterstützen mitunter ihre Schüler dabei, den Übergang in die Berufspraxis zu schaffen: Der Studiengang veranstaltet dann regelmäßig Vorsprechen vor den Vermittlern der Zentralen Bühnenvermittlung und vor Intendanten. Und wer Glück hat, spielt dann seine Traumrolle auf den Brettern, die die Welt bedeuten.