Traumberuf: Model

Viele träumen davon, auf dem Laufsteg zu stehen und teuerste Couture zu präsentieren. Damit der Model-Traum jedoch nicht zum Laufsteg-Trauma wird, sollte man sich vorab gründlich informieren.

Du siehst gut aus? Du meinst, du gehörst eindeutig auf den Laufsteg oder solltest ein Cover zieren? Doch bevor es soweit ist, müssen angehende Models und Dressmen eine Menge beachten. Denn im Geschäft mit der Schönheit sollte man mehr als nur ein hübsches Gesicht und die Traummaße habe. Im besten Fall verbirgt sich hinter der repräsentativen Fassade eines Models jede Menge Verstand und Nerven, stark wie Drahtseile. Wer wirklich groß hinauskommen will, muss sich zuerst einen Plan zurecht legen.

Schaff dir eine Basis

Wer mit seiner Schönheit Geld verdienen will, muss wissen, dass man als Model keine Festanstellung hat. Verdient wird hier von Job zu Job. Wer häufig gebucht wird, kann sich mit seinem Aussehen ein recht gutes Leben finanzieren. Bringt man es zum Top-Model, gehört man natürlich auch zu den Top-Verdienern. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, sich einen Namen wie Naomi, Claudia oder Heidi zu machen, relativ gering. Des Weiteren ist das Modeln kein Job, den man bis ins hohe Rentenalter ausüben kann. Für die meisten endet die Karriere bereits mit den ersten Fältchen. Nur wenige Models sind älter als 30 Jahre. Deshalb ist es wichtig, schon vorab sein Leben nach dem Laufsteg zu planen. Mitunter ist es natürlich recht stressig, Schule oder Ausbildung und die Model-Karriere unter einen Designer-Hut zu bringen - für das spätere Leben jedoch ein entschiedener Vorteil. Denn sollte es einmal nicht mit dem Traum vom Modeln klappen, hat man mit einem Schulabschluss oder einer Ausbildung immer noch eine solide Basis, auf die man aufbauen kann. Auch Top-Models wie Eva Padberg oder Heidi Klum haben zuerst die Schulbank gedrückt, bevor sie den Laufsteg erobert haben. Heidi hat sogar einen großen Job in Miami abgesagt, um ihr Abitur zu machen. Das Leben als Model startet man eben doch immer am besten mit Köpfchen.

Wie wird man Model?

Für den Karrierestart gibt es zwei Möglichkeiten: Man wird, wie Claudia Schiffer beispielsweise, beim Shoppen auf der Straße von einem Designer oder einem Model-Scout entdeckt. Doch so etwas kommt äußerst selten vor. Die zweite - durchaus realistische - Möglichkeit auf den Laufsteg zu kommen, ist die Bewerbung bei einer Modelagentur. Üblicherweise gehören in die Bewerbungsunterlagen einige Fotos sowie Angaben zur Person (Größe, Gewicht, Schuhgröße, etc.). Am besten schaut man sich vorab auf den Homepages der Agenturen um: Hier erfährt man genau, welche Agentur welche Angaben ihrer potentiellen Models benötigt. Oft kann man sich dort auch gleich online bewerben. Und ist man schon einmal auf einem virtuellen Besuch in einer Agentur, lohnt es sich immer, die Referenz-Liste durchzusehen. Hier kann man sich ein erstes Bild über seine potentiellen Kunden und vielleicht über seine zukünftige Arbeit verschaffen.

Vorsicht: Unseriöse Agenturen!

Gerade im Geschäft mit der Schönheit gibt es einige unschöne Geschäftsleute: Sie versprechen große Karrieren, bitten jedoch das zukünftige Model vorab erst einmal zur Kasse: "Schließlich wollen die Fotos, das Make-Up und die an dem Job beteiligten Mitarbeiter bezahlt werden", heißt es dann oft. Eine Begründung, die ins Land der Model-Mythen gehört. Wird vorab für Anmeldungen oder Aufnahmen Geld verlangt, sollte man sich besser nach einer anderen Agentur umsehen. In der Regel sieht man weder sein Geld wieder noch seine Karriere starten. Wirklich seriöse Agenturen verlangen vorab kein Startkapital. Entstandene Kosten werden einfach mit der späteren Gage verrechnet. Vorsicht auch vor Agenturen, die nicht die Couture an einem schönen Körper, sondern lediglich den Körper ohne Couture präsentieren möchten. Auch hier sollte man schnellstens umkehren. Gerne ködern unseriöse Agenturen angehende Models durch Kleinanzeigen in Zeitungen. Von solchen dubiosen Angeboten sollte man in jedem Fall die Finger lassen. Auch zu einem Shooting in einer Privatwohnung sollte man auf keinen Fall gehen.

Wissen, was dich erwartet

Hat man eine seriöse Agentur gefunden und die ersten Bilder im Kasten, kann es losgehen: Zuerst wird man in die so genannte Kartei der Agentur aufgenommen. Je nach Job, kann der Kunde hier unter den verschiedenen Models wählen. In Frage kommende Kandidaten werden zum Casting eingeladen. Jetzt sind starke Nerven und überaus gesundes Selbstbewusstsein gefragt: Zum einen sind die Wege zum nächsten Casting meist mit weiten Reisen verbunden. Zum anderen kann es sein, dass sich der Kunde letzten Endes für ein anderes Model entscheidet und man gleich wieder nach Hause fahren kann. Anfallende Kosten sowie eine kleine Aufwandsentschädigung erhält man von der Agentur zurück. Verlorenes Selbstbewusstsein wird allerdings nicht ersetzt. Schafft man es bis vor die Kamera oder auf den Laufsteg, ist die Freude natürlich groß. Jedoch sollte man sich von vorne herein damit abfinden, nicht mit Samthandschuhen angefasst zu werden: Hinter den glamourösen Fassaden gibt meist einzig und allein die dort herrschende Hektik den rauen Ton an. Gedanken oder Gefühle eines Models interessieren niemanden während eines Jobs. Es geht lediglich um die schöne, äußere Hülle. Wer schön sein will, muss eben hin und wieder ein wenig leiden.

Hier gibt´s weitere Infos im Web:

www.vogue.de