Traumberufe im TV

Egal, ob Daily Soap, Spielfilm oder Show: alle TV-Produktionen müssen reibungslos laufen, damit der Zuschauer zuhause am Bildschirm unterhalten wird. Vor und hinter den Kulissen arbeiten deshalb zahlreiche Menschen in ganz unterschiedlichen Berufen. spleens stellt dir die spannendsten Jobs bei TV-Produktionen vor.

Schauspieler, Statisten und Komparsen

Der klassische Weg für einen Schauspieler oder eine Schauspielerin ist die Ausbildung an einer staatlichen oder privaten Schauspielschule, zum Beispiel an der Universität der Künste in Berlin. Die Aufnahmeprüfungen an diesen Hochschulen sind mitunter sehr schwierig und erfordern intensive Vorbereitung. Am besten mit einem Schauspiellehrer. Das ist auch sehr sinnvoll, denn nur wer das Handwerk von Grund auf lernt, ist den schwierigen und vielschichtigen Rollen, die es zu spielen gilt, gewachsen. Wenn du den Beruf des Schauspielers ergreifen möchtest, musst du dich darauf einstellen, dass es nicht leicht sein wird, nahtlos von einem Engagement zum nächsten zu wechseln. Gute Rollen sind rar und nur die wenigsten Schauspieler werden tatsächlich berühmt.

Wer schneller ins Fernsehen kommen und nur mal herausfinden möchte, ob das Arbeitsfeld überhaupt zu einem passt, der kann als Statist oder Komparse auftreten. In dem Fall führt dich der Weg oft über Casting-Agenturen oder Produktionsfirmen.

Regisseur

Regisseure sind für die künstlerisch-gestalterische Leitung bei Film- oder Fernsehproduktion zuständig. Sie sichten das Drehbuch, stellen daraufhin Darsteller, Drehorte und Team zusammen, kümmern sich um die Musikwahl und alles weitere, damit ein Film entsteht. In erster Linie erklärt der Regisseur den Schauspielern und den Kameramännern, worauf sie bei einer Szene zu achten haben. Sind die einzelnen Szenen "im Kasten", schneidet er sie gemeinsam mit einem Cutter zum fertigen Film zusammen. Oft geschieht das am Computer, damit der Regisseur zum Beispiel noch nachträglich Effekte hinzufügen kann. Eine geregelte Ausbildung zum Regisseur gibt es zwar nicht, du kannst allerdings an vielen Hochschulen, Akademien und Schauspielschulen so genannte Regieklassen belegen und auf diese Weise in den Beruf einsteigen. Danach sammelst du erstmal als Regie-Assistent praktische Erfahrungen. Doch schon als Student solltest du versuchen, bei dem einen oder anderen Film mitzuarbeiten. Spielberg beispielsweise schaffte es mit einem Kurzfilm nach Hollywood.

Produzent

Ähnlich wie ein Regisseur, kümmert sich der Produzent um die Organisation des Films oder der TV-Show. Das jedoch weniger kreativ, sondern vielmehr in finanzieller und arbeitsorganisatorischer Hinsicht: Er erstellt zum Beispiel einen Drehplan, handelt Gagen aus, engagiert das Team und vermarktet die Produktion, damit sie nicht nur die Kosten wieder einspielt, sondern auch einen Gewinn erwirtschaftet. Auch eine Ausbildung zum Produzenten absolviert man am besten an der Filmhochschule oder Filmakademie. Quereinsteiger gelangen oft über ein betriebswirtschaftliches Studium und Praxiserfahrung im Bereich Film oder Fernsehen in den Beruf.

Kameramann

Der Kameramann oder die Kamerafrau sorgt dafür, dass "alles im Kasten" ist. Was ihnen dabei vor die Linse kommt ist sehr unterschiedlich: Manchmal dreht es sich um einen Film, einen TV-Beitrag, eine Soap, Gameshow oder Nachrichtensendung. Ein guter Kameramann erzählt eine Geschichte ganz ohne Worte - nur mit Bildern. Dazu nutzt er etwa verschiedene Techniken der Bildkomposition. Außerdem ist er für die Darstellung der Szene und die Kameraführung verantwortlich. Es kann vorkommen, dass dieselbe Szene aus unterschiedlichen Winkeln immer und immer wieder gedreht werden muss, damit Regisseur und Cutter verschiedene Bildausschnitte miteinander kombinieren können. Aus Kostengründen werden bei Filmen eher selten mehrere Kameraleute für eine Szene eingesetzt. Bei TV-Shows stehen dagegen jeweils gleich mehrere Kollegen am Set, zwischen denen der Regisseur dann hin- und herschaltet.

So mancher Kameramann hat zunächst eine Fotografenlehre hinter sich gebracht. Wenn du dich an einer Kunsthochschule ausbilden lässt, darfst du dich nach Abschluss offiziell Diplom-Kameramann bzw. Diplom-Kamerafrau nennen. Wichtig ist, dass du schon früh Erfahrungen sammelst und Praktika absolvierst ? zum Beispiel als Kamera-Assistent.

Hier gibt´s weitere Infos im Web:

www.udk-berlin.de

www.regie.de