Traumjob gefunden: Frauke frisiert Opernstars

Jetzt wird’s haarig – als Maskenbildnerin an der Oper knüpft Frauke Perücken, Haarteile und Bärte in allen Farben und Formen. Aber das ist noch nicht alles.

Keine Schonzeit!

Ist der Einstieg geschafft, geht es rasant weiter: „Als ich hier meinen ersten Tag hatte, war ich sofort in der Vorstellung drin. Da wird man echt reingeworfen“, erinnert sich die frisch gebackene Maskenbildnerin. Gelernt wird live und am „lebenden Objekt“, an den Sängern – und, bei schwierigen Masken, an Kollegen. Dabei geht es auch viel ums Zuschauen: Wie machen es die erfahrenen Kollegen? Beim Schminken vor den Vorstellungen steigt der Adrenalinspiegel: „Da haben wir nicht ewig Zeit, anders als beim Üben“, erklärt Eva, Fraukes Azubi-Kollegin. „Und wir müssen fünf Personen schminken, nicht nur eine.“

Langweilig wird’s nie

Aber auch außerhalb der Vorstellungen gibt es keine Zeit für Langeweile. Zwar macht das Knüpfen von Perücken und Bärten den größten Teil der Arbeit aus. Doch: „Man knüpft eben nicht sechs Monate lang durch, man macht immer etwas anderes, es sind immer andere Vorstellungen“, erzählt Eva begeistert. „Es gibt keine langweilige Routine. Das ist das, was mir an dem Job so gut gefällt.“ Zu den vielseitigen Aufgaben eines Maskenbildners gehören auch das Modellieren von falschen Nasen oder kompletten Gesichtsmasken und das Erarbeiten von Schminkkonzepten für neue Aufführungen.

Flexibilität ist gefragt

Wer Maskenbildner werden möchte, muss aber nicht nur kreativ und vielseitig sein, sondern auch Flexibilität und Improvisationstalent mitbringen. Denn es gibt oft Überraschungen – etwa wenn die Perücke nicht mehr passt, weil die Sängerin eine andere Frisur hat. Ein Händchen fürs Schminken und Frisieren sollte man natürlich haben. Aber auch das Interesse, über den Tellerrand der eigenen Arbeit zu schauen. „Ich finde es nicht schlecht, wenn man in jeden Bereich mal reingeguckt hat“, sagt Frauke. „Ich möchte auf jeden Fall mal ins Fernsehen, Musical oder Schauspiel reinschauen.“ Vorerst aber bleibt sie an der Oper in Düsseldorf und Duisburg, wo noch viele neue Herausforderungen auf sie warten.