„Und der Oscar geht an …“

Der begehrteste Filmpreis liegt zwar noch in weiter Ferne, doch der junge Filmemacher Andreas und sein Kumpel Daniel drehen Filme schon fast wie die ganz Großen. IKK spleens erzählen sie von ihrer großen Leidenschaft.

Alle sind auf ihren Positionen. Stille kehrt ein, die Klappe fällt und dann geht es auch schon los. Die Schauspieler gehen völlig in ihren Rollen auf,  während Andreas die Szene filmt. Der 23-Jährige, der Medieninformatik und Gestaltung an der Universität in Bielefeld studiert, steht hochkonzentriert hinter der Kamera. Es wird nicht die letzte Aufnahme dieser Szene sein. „Vor allem schwierige Szenen müssen häufig wiederholt werden, bis es passt“, erklärt Andreas. Den Rekord hält eine Aufzeichnung, die über zwanzigmal wiederholt werden musste. „Andreas ist Perfektionist“, wirft Daniel lachend ein. Der 22-Jährige hilft zwar gern hinter der Kamera aus, doch seine Berufung sieht er als Schauspieler.

Sie wurden immer besser

Angefangen hat die Liebe zum Film vor zehn Jahren. „Mein Vater hat mir eine Webcam geschenkt“, erzählt Andreas. Die hat er gemeinsam mit seinem Kumpel Daniel gleich ausprobiert. Sie drehten einen kurzen Film, unterlegten diesen mit verschiedenen Tönen. Damals ahnten sie selbst wohl nicht, dass dies der Anfang einer großen Leidenschaft werden würde, die bis heute anhält. Und so ließ auch die nächste Anschaffung nicht lange auf sich warten: eine digitale Fotokamera mit Videofunktion. „Wir haben an verschiedenen Wettbewerben teilgenommen und oft gewonnen. Die Preise haben wir dann verkauft und in neues Equipment investiert“, erinnert sich Daniel. Vor fünf Jahren war es dann endlich so weit: Sie konnten sich eine professionelle Kamera leisten.

Drehtage können sehr lang werden

Was man braucht? „Leute, die Zeit und Lust haben mitzumachen: einen Kameramann, jemanden für Licht und Ton und dann natürlich die Darsteller“, zählt Andreas auf. Und nicht immer ist es einfach, die Stundenpläne und Arbeitszeiten aller unter einen Hut zu bringen.

Die zündende Idee

Das allein macht aber noch keinen guten Film aus. Viel wichtiger, so betonen die beiden Freunde, ist es, eine fesselnde Idee zu haben. „Wir fassen diese kurz zusammen, schreiben einen Ablauf und anschließend das Drehbuch“, verrät Andreas. Dann kann es auch losgehen.

Der Traum von Hollywood

Und Hollywood? Das wäre natürlich ein Traum. Zunächst steht aber der Bachelor auf dem Programm. Wenn er diesen hat, möchte sich Andreas an der Filmhochschule anmelden und seinen Master machen. „Vielleicht kann ich in Zukunft Werbefilme drehen und irgendwann richtige Kinofilme.“ Auch sein Freund Daniel hat nur ein Ziel vor Augen: als Schauspieler zu arbeiten. „Ich bin nach Berlin gezogen und nehme so oft wie möglich an Castings teil.“ Außerdem bewirbt er sich an verschiedenen Schauspielschulen. Einen Plan B gibt es für beide nicht. Sie leben für ihre große Leidenschaft – den Film. Nicht umsonst ist das der Stoff, aus dem die Träume sind.

Auf www.camcore.de erfährst du noch mehr über die Filme von Andreas.