Veranstaltungstechniker/in

Nerven wie Drahtseile und großes technisches Geschick - das brauchen alle Veranstaltungstechniker! Hinter den Kulissen großer und kleiner Events sind sie für den technischen Ablauf zuständig. spleens stellt den Beruf mit Zukunft vor.

Sven (17) arbeitet hochkonzentriert. Kurz vor der Musical-Vorstellung prüft er gemeinsam mit seinem Ausbilder noch einmal alle technischen Abläufe: leuchten die richtigen Scheinwerfer, versteht man die Schauspieler und Sänger gut im Saal und steht die Kulisse perfekt?

Ein wahrer Allrounder

Wie rund 3.500 Jugendliche in Deutschland macht Sven eine Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Typischerweise arbeiten die Fachkräfte bei Musicalproduktionen, Messen, Theater, TV-Sender, Filmproduktionsfirmen oder Veranstaltungsagenturen. Der Beruf ist gefragter denn je und die Zahl der zu vergebenen Ausbildungsplätze steigt stetig. Während es früher nur spezialisierte Profis wie Tontechniker oder Lichttechniker gab, ist der Veranstaltungstechniker heute ein wahrer Allrounder auf allen Gebieten und somit vielseitig einsetzbar.

Es gibt viel zu tun

Zu den Aufgaben gehören beispielsweise die Organisation der Licht- und Tontechnik, das Prüfen, woher der nötige Strom kommt und ob alle Geräte einwandfrei funktionieren. Sven schließt beim Aufbau jede Box und jeden Scheinwerfer einzeln an den Stromkreis an. Am Mischpult, von dem er alle Geräte steuern kann, prüft er anschließend, ob alles richtig verkabelt worden ist und Strom erhält.

Aber auch die Beratung der Veranstalter ist Teil ihres Jobs: Wie setzt man wen am besten Szene, wie bleiben die Kosten im Rahmen und wie erfülle ich alle Sicherheitsvorschriften? Zu Svens Lieblingsaufgaben zählt der Bühnenaufbau: "Mir gefällt es sehr, dass ich am Ende des Arbeitstages genau sehen kann, was ich geschafft habe", findet er.

Die Voraussetzungen

Seit 1998 ist "Fachkraft für Veranstaltungstechnik?"ein anerkannter Ausbildungsberuf, der den Azubis viel abverlangt: künstlerisch-kreative Begabung, handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen und Verständnis für und Spaß an der Technik. Die Freude am Umgang mit Menschen ist enorm wichtig, da man immer im Team arbeitet. Stress sollte einem nicht viel ausmachen, denn Veranstaltungstechniker müssen häufig unter zeitlichem Druck arbeiten.

Viele Azubis verfügen über einen Realschulabschluss, aber auch mit einem guten Hauptschulabschluss ist die Ausbildung möglich. Empfohlen wird ein Mindestalter von 17 Jahren bei Ausbildungsbeginn, dann kann der Auszubildende bereits im zweiten Lehrjahr an Abendveranstaltungen teilnehmen.

Das erwartet die Azubis

Alle Auszubildenden der Veranstaltungstechnik absolvieren ihre dreijährige Lehre im Betrieb und der Berufsschule. Unregelmäßige Arbeitszeiten, auch an Wochenenden, sind für sie nicht ungewöhnlich. "Man arbeitet oft, wenn andere feiern. Aber die Arbeit wird garantiert nie langweilig, der Verdienst ist ok und meine Chancen, nach der Ausbildung Arbeit zu finden sind gut", erläutert Sven.

So geht es weiter 

Veranstaltungstechnik ist ein echtes Sprungbrett für Qualifizierungen und Weiterbildungen; ebenso ist ein Studium denkbar, beispielsweise zum Diplom-Ingenieur Theater- und Veranstaltungstechnik - sogar ohne Abitur. Auch Sven hat schon weitere Pläne: "Ich möchte einmal meinen Meister in diesem Beruf machen. Wer weiß, vielleicht bin ich irgendwann mal bei einem Robbie-Williams-Konzert für die Technik mitverantwortlich. Große, internationale Veranstaltungen zu betreuen, ist mein absoluter Traum!"