Was macht eigentlich ... ein Podologe?

„Am meisten Spaß macht mir die Arbeit mit den kleinen Instrumenten“, erzählt Marlon. Der 18-Jährige ist gerade mittendrin in seiner Ausbildung zum Podologen.

„Podos“, das kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Fuß“. Podologen sind „Medizinische Fußpfleger“. Mit Fräser und Skalpell raspelt Marlon in der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf überschüssige Hornhaut von den Fußsohlen seiner Patienten, beseitigt eingewachsene Fußnägel mit einem Exkavator und entfernt Hühneraugen mit einer Mediklinge.

„Am Anfang sehen viele Füße noch ganz schlimm aus“, weiß er. „Dann arbeitet man da dran und die Füße sehen schon viel besser aus. Das ist dann für mich ein richtiges Erfolgserlebnis.“ Ob das nicht manchmal auch unappetitlich ist? „Wenn ich mich vor Füßen ekeln würde, könnte ich das natürlich nicht machen“, sagt er und grinst.

Marlons Jobperspektiven sind ziemlich gut. Es gibt immer mehr Diabetiker und immer mehr alte, pflegebedürftige Menschen. Deshalb steigt auch die Nachfrage nach Medizinischen Fußpflegern. Von seiner Zukunft jedenfalls hat Marlon schon genaue Vorstellungen: Eine eigene Podologie-Praxis, die möchte er später unbedingt haben.

Voraussetzungen

Ohne Mittlere Reife oder einen vergleichbaren Schulabschluss geht normalerweise nichts. Wer einen Hauptschulabschluss hat, muss in der Regel schon eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen, um eine Ausbildung zum Podologen beginnen zu können. Auch ein ärztliches Attest ist wichtig, um die gesundheitliche Eignung für den Beruf nachzuweisen.

Dauer

Eine Ausbildung zum Podologen dauert zwei Jahre. Dabei entfällt ein Teil auf die theoretische, ein anderer auf die praktische Ausbildung.

Ort

In speziellen Berufsfachschulen findet der theoretische und praktische Unterricht statt. Einen Teil der praktischen Ausbildung absolvieren die Auszubildenden zudem im Krankenhaus oder einer podologischen Praxis. Kliniken und Praxen sind auch potenzielle Arbeitgeber nach der Ausbildung.

Vergütung

Während der Ausbildung erhalten die Azubis keine Vergütung. Im Gegenteil: Meist zahlen die Azubis Schul-, Aufnahme- und Prüfungsgebühren. Auch Bücher, Arbeitskleidung und Instrumente müssen zum Teil selbst angeschafft werden.