Ausbildung mal anders

Berufsfachschule – was ist denn das? Diese Frage hat Christina schon häufiger gehört. Die junge Frau aus Rostock macht eine Ausbildung zur Ergotherapeutin und erzählt von ihren Erfahrungen am sogenannten Berufskolleg.

„Es muss nicht immer Uni oder eine typische Ausbildung sein!“, meint Christina. Die 19-Jährige macht zurzeit eine Ausbildung zur Ergotherapeutin an einer Berufsfachschule. Der Job ist genau das Richtige für die engagierte Rostockerin. „Man hat mit Menschen zu tun, die aus den verschiedensten Gründen bestimmte Bewegungsabläufe von Neuem erlernen müssen. Manchmal liegt es an einer Behinderung, mit der die Betroffenen von Geburt an zu kämpfen haben. Manchmal kann eine plötzliche Krankheit der Auslöser sein“, berichtet Christina. Ein Beruf mit viel Abwechslung. Doch wann immer sie erzählt, dass sie an einer Berufsfachschule lernt, gibt’s erstaunte Gesichter. „Viele haben von dieser Schulform noch nie gehört“, erzählt Christina.

Viele Möglichkeiten

Dabei bieten Berufsfachschulen je nach Bundesland und dem eigenen Werdegang viele Möglichkeiten, um sich weiterzubilden oder einen Beruf zu erlernen. Hier können zum Beispiel die Hochschulreife erlangt, ein auf den Beruf vorbereitendes Jahr oder eben bestimmte Ausbildungen absolviert werden. Dazu gehören neben Berufen aus dem Gesundheitswesen auch technische, kaufmännische, künstlerische oder soziale Berufe.

Praktika sind wichtig

„Dabei dauert meine Ausbildung auch drei Jahre“, erzählt Christina. „Nur dass ich nicht in einem Betrieb arbeite. Trotzdem darf auch die Praxis nicht zu kurz kommen, deshalb stehen Praktika im Krankenhaus oder in speziellen Einrichtungen auf dem Lehrplan.“

Finanzielle Unterstützung

Wer sich für eine Ausbildung an einer Berufsfachschule interessiert, sollte jedoch genau hinschauen. Neben vielen Schulen, die kostenfrei sind, gibt es auch solche, bei denen Gebühren anfallen. Christina muss zwar nichts bezahlen, dafür erhält sie auch keine Ausbildungsvergütung wie andere Azubis. „Aber noch wohne ich bei meinen Eltern und die unterstützten mich sehr. Deshalb geht das noch ganz gut.“ Für alle anderen ist es ratsam, sich über Schüler-BAföG oder einen Bildungskredit zu informieren. Diese können mit einer Finanzspritze aushelfen.

Tipps

Mehr zum Bildungskredit findest du unter www.bildungskredit.de – alle Informationen zum BAföG kannst du unter www.bafoeg.bmbf.de nachlesen. Anmeldefristen, Inhalte oder Gebühren der Berufsfachschulen unterscheiden sich je nach Schule und Bundesland sehr. Deshalb ist es ratsam, sich bei der Recherche ein wenig Zeit zu nehmen. Erste wichtige Infos gibt es auf den Seiten der Industrieund Handelskammer (IHK).