Kreativ und geschickt: Fachkraft für Metalltechnik

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Bohren, Drehen, Fräsen, Feilen – du wirst bei diesen Begriffen neugierig und hast keine Angst vor großen Maschinen? Dann könnte dich die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik interessieren.

Als Fachkraft für Metalltechnik arbeitest du in der gefragten Stahl- und Metallbauindustrie. Die Ausbildung gibt es so erst seit 2013. Sie ersetzt elf ehemalige Fachrichtungen, zum Beispiel Teilezurichter oder Metallschleifer. Kein Wunder also, dass sie extrem vielfältig und abwechslungsreich ist. Und das, obwohl du bereits nach zwei Jahren deinen Abschluss machst.

Während im ersten Lehrjahr noch alle Azubis gemeinsam die Grundlagen der Metallkonstruktion und -bearbeitung erlernen, kannst du im zweiten Jahr dein Wissen gezielt vertiefen. Vier Fachrichtungen stehen dir dabei zur Auswahl:

· Konstruktionstechnik: Maßkonstruktionen anfertigen und montieren

· Montagetechnik: Montage von Bauteilen zu Baugruppen oder Baugruppen zu Maschinen; auch in der Elektrobranche gefragt

· Umform- und Drahttechnik: Produktion von Drähten, Formen und Trennen von Metallerzeugnissen

· Zerspanungstechnik: Fertigung von Werkstücken durch Fräsen, Schleifen oder Drehen

Voraussetzungen

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung nicht gefordert. Was zählt, sind Fähigkeiten wie handwerkliches Geschick,  sorgfältiges Arbeiten, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sowie Interesse an Mathe und Physik. Du magst große Maschinen? Dann bist du in diesem Beruf genau richtig.

Gehalt

Die Bezahlung ist allgemein sehr ordentlich. Natürlich kommt es hierbei auf den Betrieb, das Bundesland und auch darauf an, ob du einen Tarifvertrag erhältst. Meist ist das Gehalt in einem großen Unternehmen höher als in einem kleineren Familienbetrieb, aber das sollte nicht dein einziges Auswahlkriterium sein. Als Richtwert kannst du folgende Angaben nehmen:

· 1. Lehrjahr: 820 – 920 Euro (brutto/Monat)

· 2. Lehrjahr: 900 – 970 Euro (brutto/Monat)

· Einstiegsgehalt nach erfolgreicher Lehre: 1.800 – 2.700 Euro (brutto/Monat)

Weiterbildung

Die Möglichkeiten für eine Weiterbildung sind groß. Du kannst zum Beispiel in zwei Jahren deinen Meisterbrief erwerben. Oder du bildest dich im Bereich der Schweißtechnik bzw. im Maschinen- und Anlagenbau weiter. Auch eine Selbstständigkeit oder ein Maschinenbau-Studium sind denkbar. Das Ende der Karriereleiter ist also nach der Ausbildung noch längst nicht erreicht.