Lass als Frau im Männerjob die Muskeln spielen

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Ein Job als Kfz-Mechatronikerin, Technikerin oder Malerin und Lackiererin – immer mehr Frauen wagen sich in bislang typische Männerberufe. Leni erzählt spleens academy, warum das eine gute Alternative ist und wie sie den Alltag meistert.

„Als ich die Zusage für den Job bekommen habe, war ich erst einmal richtig baff“, erzählt Leni lachend. Die 18-Jährige macht im ersten Jahr eine Ausbildung als Mechatronikerin. Ein technischer Beruf, in dem sie mechanische, elektrische und elektronische Komponenten baut, Steuerungssoftware installiert und Systeme instand hält. „Ich habe mich damals für verschiedene Berufe interessiert und auch meine Bewerbungen an mehrere Betriebe geschickt.“ Das Vorstellungsgespräch in der Werkstatt war nicht das erste, aber die erste Zusage. Leni staunte nicht schlecht.

Top drei der Frauenberufe

Noch immer sind Frauen in Männerberufen nicht selbstverständlich. Die Top drei der beliebtesten Frauenberufe sind: Kauffrau für Büromanagement an Platz eins, Kauffrau im Einzelhandel auf Platz zwei, dicht gefolgt vom Job als Verkäuferin. Währenddessen bleiben technische Berufe, zum Beispiel als Elektroniker nach wie vor Männerterrain.

Skepsis war da

Auch für Leni war der Schritt, sich tatsächlich für diese Ausbildung zu entscheiden, nicht ganz einfach. „Um ganz ehrlich zu sein, habe ich nicht damit gerechnet, dass es mit der Bewerbung tatsächlich klappt“, erklärt sie ihre anfängliche Verblüffung. Auch ihre Eltern waren anfangs skeptisch. Vor allem Lenis Mutter befürchtete, ihre Tochter könnte durch den etwas rauen Umgangston der Männer untereinander unglücklich werden.

Auf beiden Seiten Vorurteile abbauen

Dabei haben Frauen in Männerberufen gute Chancen. Viele Chefs wissen zu schätzen, dass sie sich in ihren Job reinhängen und sie bei Konflikten gut vermitteln können. Wer bestehen will, braucht aber gutes Durchsetzungsvermögen. „Am Anfang waren meine männlichen Kollegen nicht so sicher, ob ich die Ausbildung durchziehen werde und hatten schon das ein oder andere Vorurteil“, erinnert sich Leni. „Mittlerweile haben sie schon gemerkt, dass es mir ernst ist und helfen mir auch gerne, wenn ich mal eine Frage habe.“ Und auch Lenis Mutter ist heute fest davon überzeugt, dass ihre Tochter die richtige Entscheidung getroffen hat.