Alkohol

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Entweder pur oder gemischt, mal mit bunten Schirmchen oder einem dekorativen Zuckerrand am Glas, Zuhause oder Unterwegs. Der Alkohol ist in unserer Gesellschaft ein beliebtes Getränk.

Wer geht nicht gerne feiern oder trinkt zwischen durch gerne mal ein alkoholisches Getränk?
Bier, Schnaps, Wein: In Deutschland trinken mehr als 90 Prozent der Bevölkerung Alkohol. Sie genehmigen sich ihr Feierabend-Bierchen zum Entspannen, trinken einen Cocktail, um in Partystimmung zu kommen, und Stoßen mit Sekt auf Geburtstage, Erfolge und das neue Jahr an. Dabei wird gerne verdrängt, dass Alkoholkonsum seine Schattenseiten hat: Auf Dauer schädigt er alle Organe, begünstigt Unfälle sowie Krankheiten wie Krebs und Herzinfarkt.

Welche Auswirkungen hat Alkohol auf unseren Körper wirklich?

In erster Linie nimmt natürlich die Leber schaden, da diese für den Abbau des Alkohols verantwortlich ist und besonders stark betroffen wird. Typische folgen durch den Alkoholkonsum sind, Verfettung und Verhärtung der Leber, was im Endstadium zur Schrumpfleber (Zirrhose) führen kann. Die weibliche Leber ist allerdings angreifbarer als die Männliche, wodurch Frauen beim Alkoholkonsum mehr aufpassen sollten als Männer.

Aber das sind nicht die einzigen Folgen, denn auch das Gehirn wird massiv geschädigt, da nach und nach die Gedächtnisleistung, das Konzentrationsvermögen, das Beurteilungsvermögen und die Intelligenz beeinträchtigt werden und irreversible Schäden entstehen können. Zudem steigt durch den Konsum die Wahrscheinlichkeit für Herzmuskel-Erkrankungen, Verringerung der Fortpflanzungsfähigkeit, Übergewicht und Bierbauch. Aber auch zu Pankreatitis und Gastritis, was durch das vermehren von Sekretabsonderungen der Verdauungssekreten kommt. 50% der Akuten und 80% der chronischen Bauspeicheldrüsenentzündungen (Pankreatitis) wird durch Alkoholkonsum verursacht.

Ab wann wird der Konsum "kritisch"?

Bei einer Alkoholvergiftung werden Hirnfunktionen durch eine Überdosis Alkohol gestört. Das führt zu den typischen Anzeichen einer Alkoholvergiftung wie Gleichgewichtsstörungen, Übelkeit und Erbrechen sowie Störungen des Bewusstseins. Schwere Alkoholvergiftungen können auch langfristige gesundheitliche Folgen haben.

Bei gesunden erwachsenen Frauen ist dies ein Standardglas Alkohol am Tag, für gesunde erwachsene Männer gilt die doppelte Menge. Wenn Sie beispielsweise als Frau mehr als 0,3 Liter Bier oder als Mann mehr als 0,6 Liter Bier pro Tag trinken, bewegen Sie sich also bereits in einem gesundheitlich riskanten Bereich. Egal, ob Mann oder Frau: Sie sollten an mindestens zwei Tagen in der Woche gar keinen Alkohol trinken.

Stadien der Alkoholvergiftung:

  • Exzitationsstadium (1 – 2 Promille im Blut): geringe Trunkenheit, leichte Gangstörung, Gefühl von Entspanntheit, Sorglosigkeit und Enthemmung, Gesprächigkeit, Selbstüberschätzung, unpräzise Reaktionen etc.
  • Hypnosestadium (2 – 2,5 Promille): Der Betrunkene neigt zum Schlafen, ist aber noch weckbar. Zudem schwere Gleichgewichtsstörungen beim Gehen, verlangsamte Auffassung, verlangsamtes Denken, deutliche und oft aggressive Verstimmung etc.
  • Narkosestadium (2,5 – 4 Promille): tiefe Bewusstlosigkeit, Reflexe fallen aus, verminderte Schmerzempfindlichkeit, Muskelerschlaffung und/oder Schock
  • Asphyxiestadium (> 4 Promille im Blut): Kreislauf- und/oder Atemstörungen, rasche Auskühlung in der Kälte (Erfrierungsgefahr), möglicher Tod.

Was bedeutet es "Alkoholabhängig oder-süchtig" zu sein?

Für die Abhängigkeit gibt es sechs Merkmale:

  • Starkes Verlagen
  • Kontrollverlust
  • Toleranzentwicklung
  • Entzugssymptome
  • Vernachlässigung anderer Interessen
  • Anhaltender Konsum trotz schädlicher Folgen

Wenn diese über den Zeitraum von einem Jahr zutreffen, ist die Person per Alkoholismus-Definition als suchtkrank zu bezeichnen.

Fazit

Es ist erschreckend was Alkohol mit unserem Körper alles anrichtet. Am besten wäre es, wenn man komplett auf Alkohol verzichten würde. Dies ist zwar in der heutigen Gesellschaft nur schwer möglich, es ist aber die beste Entscheidung den Konsum zurückzuschrauben oder gar komplett einzustellen.