Das Lachen und seine kleinen Wunder

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Lachen ist gesund – das ist bekannt. In der spleens academy erfährst du, warum das so ist, was es für unterschiedliche Arten von Lachen gibt und wer sich sogar professionell damit beschäftigt.

Nach einem richtig lustigen Abend schon einmal Muskelkater gehabt? Das liegt daran, dass beim Lachen rund 300 Muskeln angespannt werden, allein 17 im Gesicht. Mit einem gekicherten „Hihi“ ist es da nicht getan, aber richtiges Lachen stellt ähnlich hohe Anforderungen wie Leistungssport. Daher wurde das Lachen auch schon in Sportarten integriert.

Lustige Runde: Lach-Yoga

Überall auf der Welt treffen sich Menschen zum „Lach-Yoga“ – das ist eine Mischung aus Lachen, Meditation und Bewegung. Die Idee kommt von dem indischen Arzt Madan Kataria. Er gründete 1995 in Indien den ersten Lachclub, inzwischen gibt es weltweit über 6.000 Vereine, rund 50 davon in Deutschland. Zu den Mitgliedern gehören auch zahlreiche Wissenschaftler, sogenannte Gelotologen.

Mit Lach- und Sachverstand

Gelotologen beschäftigen sich mit den erstaunlichen Auswirkungen des Lachens auf den Körper und die Gesundheit. Darüber ist mittlerweile sehr viel bekannt: Beispielsweise, dass die Lunge beim Lachen sehr viel Luft aufnimmt, wodurch mehr Sauerstoff als gewöhnlich ins Blut gerät. Das Herz schlägt schneller und pumpt das sauerstoffreiche Blut durch den Körper. Der Stoffwechsel wird angeregt und das Immunsystem produziert sogenannte Antikörper, die vor Bakterien und Viren schützen. Kurz: Der ganze Körper läuft dann auf Hochtouren, man fühlt sich hellwach und zugleich total entspannt. Ganz nebenbei stellst du auch noch einen Geschwindigkeitsrekord auf, denn wer lacht, stößt den Atem mit rund 100 Stundenkilometern aus.

Glückshormone in Massenproduktion

Lachen sorgt aber nicht nur für einen Energieschub, sondern hat auch Einfluss auf das Gehirn. Das Denkorgan bildet beim Lachen jede Menge Glückshormone, die sogenannten Endorphine, und viel weniger Stresshormone wie beispielsweise Adrenalin. Das Mehr an Endorphinen sorgt nicht nur für super Laune, sondern kann sogar Schmerzen lindern.

Lach’ dich locker

Und auch in stressigen Situationen wie zum Beispiel einer Prüfung oder bei einem Date wirkt ein Lachen wahre Wunder. Denn Lachen aktiviert die rechte Gehirnhälfte, die für Gefühle und Kreativität zuständig ist. Dadurch wirst du Ängste und innere Anspannungen los und kannst dich besser konzentrieren. Dann ist die Bahn frei, um die knifflige Prüfungsfrage zu beantworten oder deinem Schwarm eine interessante Geschichte zu erzählen. Also keine falsche Ernsthaftigkeit: Lachen bringt nur Vorteile – wenn es die Situation hergibt.