Die Wohngemeinschaft

Eine kostengünstige Alternative zur eigenen Wohnung sind die so genannten WGs: Die gemeinsame Nutzung von Küche, Wohnzimmer und Bad hilft Miete sparen. Welche Vor- und Nachteile das WG-Wohnen hat und was man sonst noch alles beachten muss, haben wir für euch zusammengestellt.

He’s leaving home!

Jonas (17) hat eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker begonnen. Ein guter Zeitpunkt, um der elterlichen Rund-um-die-Uhr-Versorgung den Rücken zu kehren. Denn: "Die Wohnung meiner Eltern ist einfach zu klein. Ich teile mir mit meinem kleinen Bruder das Zimmer. Das kann ganz schön nerven. Ich verdiene in der Ausbildung jedoch nicht genug Kohle, um mir meine eigene Wohnung leisten zu können. Deswegen suche ich mir ein WG-Zimmer." Eine Wohngemeinschaft, von den meisten nur "WG" genannt, hat einen unschlagbaren Vorteil: Man teilt sich mit mehreren Leuten die Kosten einer Wohnung. Jeder WG-Bewohner verfügt über ein eigenes Zimmer - nur Küche, Wohnzimmer und Bad werden von allen gemeinsam genutzt.  

Suchen und Finden

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten eine WG zu finden. Viele gehen erst gar nicht lange auf die Suche und gründen direkt mit Freunden eine Wohngemeinschaft. Man kann aber auch selber eine Anzeige aufgeben. Wird ein Zimmer in einer bereits bestehenden WG frei, wird dieses im Anzeigenteil der Lokalpresse und des Stadtmagazins, in Kleinanzeigenblättern sowie in WG-Börsen im Internet angeboten. Außerdem hängen oftmals Aushänge an den Schwarzen Brettern von Unis und Berufsschulen.  

Vorteile und Nachteile

Wie alles hat auch eine WG nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile. So wohnt man zwar elternfrei, gibt aber auch mehr Geld aus. Schließlich ist das Wohnen bei Mama und Papa meist kostenlos. Einsamkeit ist kein so großes Thema, aber hin und wieder wird es mit den Mitbewohnern Auseinandersetzungen geben. Man spart eine Menge Geld, indem man sich die Miete teilt, muss aber auch selber für den Haushalt sorgen. Sich selbst um Essen, Wäsche und Abspülen zu kümmern, heißt aber auch, früher selbstständig zu werden und Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln.  

Worauf man achten muss

Für den Mietvertrag einer WG gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Jeder kann zum Beispiel einen eigenen Vertrag mit dem Vermieter abschließen oder aber auch als Haupt- oder Untermieter im Vertrag stehen. Welche Konsequenzen sich aus den unterschiedlichen Varianten ergeben, kann hier nachgelesen werden: www.wg-gesucht.de. Grundsätzlich gilt: Nur mit Leuten zusammenziehen, mit denen man sich gut versteht, zu denen man Vertrauen hat und Interessen teilt. Das ist relativ einfach, wenn man sich schon kennt. Wer sich fremd ist, sollte seine potentielle WG samt Mitbewohner genau anschauen. Hilfreich kann sein, etwas gemeinsam zu unternehmen wie zum Beispiel einen Koch-Kennenlern-Abend. Um Ärger zu vermeiden, sollten bestimmte Regeln auf jeden Fall vor dem Zusammenziehen aufgestellt werden: Wie werden die gemeinsamen Wohnbereiche sauber gehalten, wer hat wann welche Aufgaben, ab wann gilt Nachtruhe, werden die Zimmer abgeschlossen und wird der Telefonanschluss gemeinsam genutzt? Die Ausgaben in einer WG sind geringer - dennoch sollte man regelmäßig Geld zurücklegen. Denn es können immer auch unverhofft größere Anschaffungen nötig werden wie zum Beispiel eine neue Waschmaschine.

Hier gibt´s weitere Infos im Web:

www.wg-gesucht.de

www.die-wg-boerse.de

www.mitwohnzentrale.de

www.studenten-wg.de

www.wohngemeinschaft.de