Meisterschaften im Spaghetti-Brückenbau

Nur ein Spaß oder ein ernster Wettbewerb? Die Bilder von der Spaghetti-Brückenbau-WM lassen zunächst auf einen Studentenstreich schließen. Dabei steckt echte Ingenieursarbeit dahinter.

Im ungarischen Budapest werden schon seit knapp 20 Jahren die Besten im Spaghetti-Brückenbau gesucht. In diesem Jahr waren auch die deutschen Sascha Dietrich, Stefan Schmager, Marc Pierre Markstein und Benedict Müller an der außergewöhnlichen WM dabei. Sie vertraten die Hochschule Ruhr West (Mülheim an der Ruhr/Bottrop) und durften sich über einen tollen elften Platz freuen.

Starke Brücken aus Nudeln

Die Brückenbauer sollen beweisen, wie aus leichten Materialien etwas Stabiles gebaut werden kann. Die Teams mit jeweils vier Mitgliedern müssen eine Brücke erschaffen, die maximal 1,30 Meter lang, maximal 15 Zentimeter breit und nur 60 Zentimeter hoch ist. Außerdem darf das Bauwerk nur 1.000 Gramm wiegen. Eine Zugprüfmaschine überprüft – an einem Haken befestigt – wie viele Kilogramm die Brücke aushält, bevor sie zerbricht. Bei dem deutschen Quartett waren es knapp 160 Kilogramm.

Gastgeber sind Weltmeister

Dass es noch besser geht, bewiesen die Gewinner: Die Weltmeister aus Ungarn bauten eine Spaghetti-Brücke, die unglaubliche 578,2 Kilogramm tragen kann.

Im nächsten Jahr wollen Sascha, Stefan, Marc Pierre und Benedict wieder antreten. Auch die anderen Teilnehmer aus Rumänien, dem Iran, dem Irak, Litauen und Ungarn tüfteln mit Sicherheit auch schon wieder an neuen Pasta-Bauwerken.