Das muss der Chef wissen

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Es gibt Situationen im Arbeitsleben, in denen du deinem Arbeitgeber und deiner Krankenkasse gegenüber zur Auskunft verpflichtet bist – festgelegt vom Gesetzgeber. Das gehört dazu.

Wenn du krank bist

Du musst deinem Arbeitgeber direkt am ersten Tag deiner Erkrankung mitteilen, dass du nicht arbeiten kannst – gleich zu Arbeitsbeginn. Ab dem vierten Krankheitstag bist du verpflichtet eine Krankschreibung vom Arzt vorzulegen, falls dein Vertrag nichts anderes vorsieht.

Krankenkasse informieren

Das sogenannte Entgeltfortzahlungsgesetz sieht auch vor, dass du deiner Krankenkasse eine vom Arzt ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zukommen lässt. In dieser steht neben der voraussichtlichen Dauer der Arbeitsunfähigkeit auch der Befund des Arztes. Es ist wichtig, dass du die Bescheinigungen sofort nach Erhalt an deinen Arbeitgeber und deine Krankenkasse schickst. Das ist auch entscheidend, falls du einmal Krankengeld von deiner Krankenkasse in Anspruch nehmen möchtest. Das tritt in der Regel in Kraft, wenn du länger als sechs Wochen mit der gleichen Diagnose krankgeschrieben wirst.

Wenn du Urlaub nehmen möchtest

Natürlich stehen dir Urlaubstage zu. Wann du sie aber nimmst, musst du im Betrieb absprechen und dann anmelden. Der Arbeitgeber kann diesen dann gewähren. Auf keinen Fall darfst du einfach wegbleiben und dich selbst beurlauben. Das kann zur Kündigung führen.

Wenn du schwanger bist

Laut Gesetz sollst du die Schwangerschaft dem Arbeitgeber mitteilen, sobald du davon erfährst. Verpflichtend ist die Mitteilung dann, wenn du z. B. als Krankenschwester arbeitest und Gesundheitsrisiken bestehen.

Wenn du sozialversichert wirst

In der Regel sind Arbeitgeber verpflichtet, dich als Mitarbeiter bei der Sozialversicherung anzumelden. Du musst dazu notwenige Unterlagen vorlegen. Wenn du diese Auskünfte nicht erteilst, kannst du unter Umständen zu einem Bußgeld verdonnert werden.