Ei(n)drucksvolle Bräuche: So feiert die Welt Ostern!

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Osterhase, Ostereier, Osterfeuer – so wird Ostern gefeiert! Stimmt. Das gilt aber nur für Deutschland. Wenn du dich in der Welt umschaust, wirst du sehen, dass Ostern auch anders geht.

Die Schweizer setzen an Ostern beispielsweise voll auf barfuß. Im Kanton Wallis ist es Brauch, am Karfreitag mit blanken Füßen auf die Straße zu gehen. Weshalb? Na, um die Erde nicht zu stören, ist doch klar!

Schon mal von den Osterweibern gehört? Genau die machen in Schweden an Ostern die Straßen unsicher. Die Kinder verkleiden sich als „Osterweiber“ und ziehen von Tür zu Tür, um selbstgemalte Osterbilder gegen Süßigkeiten oder ein kleines Taschengeld zu tauschen. 

Krieg der Eier

In Bulgarien ist an Ostern Krieg angesagt – Krieg der Eier, um genau zu sein. Zunächst werden die Eier gefärbt, genauso wie bei uns. Doch an Ostersonntag „bewaffnen“ sich die Menschen zum Kirchgang mit einem Ei. Kaum ist die Messe vorüber, wird zu den Eiern gegriffen. Die Bulgaren schlagen sie beherzt mit den Spitzen aneinander und wessen Schale als letzte heil bleibt, hat ein glückliches Jahr vor sich.   

Kleine Erfrischung gefällig? Die ist in Polen an Ostern garantiert. Denn: Am Ostersonntag bespritzen sich die Menschen dort gegenseitig mit Wasser. Der uralte Brauch besagt, dass es nur ein paar Spritzer sein sollen. Das ufert aber nur allzu oft aus. Stattdessen schnappen sich vor allem Jugendliche gerne Wasserpistolen, -bomben und sogar ganze Wassereimer und kippen sie anderen gnadenlos über den Kopf – bevorzugt dem weiblichen Geschlecht. In Polen darf man an Ostern also nicht aus Zucker sein! 

Mit der Peitsche ins Glück

Bei den Briten geht es an Ostern zur Sache. Da packen sich die Inselbewohner Weidekätzchenzweige und ... peitschen sich damit gegenseitig aus! Aber keine Sorge, nur ganz sanft, ohne Schmerz und Striemen. Eher streicheln als peitschen. Der Gedanke dahinter: Das eigenwillige Ritual soll tatsächlich Glück bringen. Na dann, ran an die Weidekätzchen!

Andere Länder, andere Sitten. Doch auch hier in Deutschland gibt es neben Hasen und Eiern ungewöhnliche Bräuche. In manchen Alpenregionen, aber auch im Weserbergland, lassen beispielsweise die Bewohner zu Ostern große, brennende Strohräder von den Bergen und Hügeln hinab ins Tal rollen. Da sollte man tunlichst aufpassen, dass man nicht zufällig ungünstig im Weg steht. Über diesen alten Brauch sagt man, er sei eine Variante des Osterfeuers. Rollendes Feuer ist ja auch echt eine ziemlich coole Sache!  

So bunt wie die Eier sind eben auch die Rituale der Menschen rund um den Globus. Es muss ja schließlich nicht immer der Osterhase sein. Und mal ganz ehrlich: Was für einen Stress hätte der arme Hase, wenn er an Ostern einmal um die ganze Welt müsste?