Praktikum – meist lohnt es sich

Ein Praktikum ist nur Schufterei, die sich am Ende sowieso nicht lohnt? Meist ist das Gegenteil der Fall: Es kann als Sprungbrett für deine Karriere dienen. spleens.de sagt warum.

Du hast einen Traumberuf und  würdest ihn gerne mal in der Praxis kennenlernen? Oder aber du weißt noch überhaupt nicht, was du nach der Schule machen möchtest? Ein Praktikum gibt dir die Chance dazu, in die Arbeitswelt reinzuschnuppern und du kannst herausfinden, ob dein erwählter Beruf überhaupt zu dir passt.

Eine Richtung ansteuern

Oft ist es von Nachteil, viele unterschiedliche Praktika hintereinander zu absolvieren. Personalchefs sehen lieber eine gezielte Entwicklung in einem bestimmten oder in ähnlichen Berufsfeldern. Es hilft dir also, dich vorher zu fragen: Welche Arbeit könnte mir Spaß machen? Worin bin ich gut? Und könnte sogar ein Praktikum in einer anderen Stadt oder einem anderen Land etwas für mich sein? Schon während der Praktikumssuche, wirst du wahrscheinlich feststellen, dass du bald zu einer Richtung tendieren wirst.

Heimatnah oder Tapetenwechsel

Wenn du dich für ein längeres Praktikum entscheidest, kannst du weit mehr als nur Berufserfahrung gewinnen. Im Ausland schaust du beispielsweise nicht nur hinter die Kulissen eines Arbeitsfeldes, sondern lernst nebenbei auch andere Kulturen und Bräuche kennen. Du möchtest lieber in Deutschland bleiben? Kein Problem, warum nicht in Berlin oder München Praktikumsluft schnuppern? Neue Erfahrungen, neues Umfeld, neue Leute – mit Motivation und Offenheit kannst du jede Menge aus der Zeit mitnehmen. Das gilt auch dann, wenn du in deiner Heimatstadt bleibst.

Nützliches Vitamin B

Engagiere dich in deinem Praktikum und zeige Einsatz. Es kann immer mal dazu kommen, dass dein Praktikumsbetrieb bald nach neuen Arbeitskräften sucht. Dann ist es von Vorteil, wenn dein Chef sich positiv an dich erinnert. Sinnvoll ist es auch, während des Praktikums viele Kontakte zu knüpfen. Vitamin B kann dir bei deiner zukünftigen Jobsuche nämlich nie schaden.

Mehr als nur Kaffee kochen

Die richtigen Voraussetzungen für ein gutes Praktikum sind: abwechslungsreiche Aufgaben, gute Betreuung und die Einbindung in typische Arbeitsläufe. Es ist nicht richtig, die ganze Zeit dazu verdonnert zu werden, Kaffee zu kochen oder zu kopieren. Achte deshalb im Voraus auf folgende Faktoren:

  • Dir steht ein Praktikumsvertrag zu
  • Ist das Praktikum länger als 3 Monate, steht dir eine Vergütung zu
  • Es sollte dir ein Betreuer mit Rat und Tat zur Seite stehen
  • Arbeit sollte aus bereichseigenen Aufgaben bestehen – in Dauerschleife Kaffee kochen gehört nicht dazu
  • Überstunden sollten kein Normalfall sein
  • Nach erbrachter Zeit steht dir ein Arbeitszeugnis zu

Du hast immer noch Angst, dich für ein falsches Praktikum zu entscheiden? Mach dir bewusst: Es gibt nur Richtige. Denn auch wenn du merken solltest, dass das gewählte Aufgabenfeld anders ist als gedacht, hast du dennoch was für deine Zukunft gelernt: Du weißt nun, dass du dich umorientieren musst.