Ohne Moos nix los

Nach der Schule oder in den Sommerferien Nachhilfe geben oder das Kellnertablett schwingen? Auch wenn es verlockender ist, die heißen Tage im Freibad zu verbringen – ein Nebenjob hat auch seine Vorteile. spleens.de erklärt dir, was es bringt und worauf du dabei achten solltest.

Es war zum Verzweifeln! Die Eltern von Melanie lehnten eine Taschengelderhöhung kategorisch ab. Dabei träumte die 18-jährige Schülerin von einem neuen Handy. "Aber allein durch Sparen, hätte das noch eine Ewigkeit gedauert", erklärt sie. Deshalb fragte Melanie ihre Eltern, ob sie sich einen Nebenjob suchen dürfe. "Du wirst die Schule vernachlässigen!", lautete ihr Einwand. Zum Glück konnte sie diesen schließlich entkräften.

Ebbe im Portemonnaie

Kein Zweifel: Der wichtigste Grund, warum Jugendliche sich einen Job neben der Schule suchen, lautet: damit die Ebbe im Portemonnaie endlich ein Ende hat. Es kann aber auch andere positive Effekte haben, in den Ferien zu jobben. Du wirst unabhängiger und sammelst ganz neue Erfahrungen. Im Job triffst du auf die unterschiedlichsten Menschen, musst lernen mit ihnen auszukommen. Vor allem aber lernst du spätestens dann mit Geld umzugehen, wenn du weißt, wie mühsam du es dir erarbeitet hast.

Nebenjob ist besser als ein Sparschwein

Das hat auch die Eltern von Melanie schließlich umstimmen können. "Wir haben vereinbart, dass ich sofort den Job kündige, falls meine Noten schlechter werden." Eine Sorge, die sich mit den Monaten als unberechtigt herausgestellt hat. Das liegt aber nicht zuletzt auch daran, dass es klare Regeln für Kinder und Jugendliche gibt, wie viel ihrer Zeit sie in ihren Nebenjob investieren können. So dürfen Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren eigentlich nicht arbeiten. Möglich ist jedoch ein Job in den Ferien. Dabei gibt es trotzdem noch viel zu beachten. Denn je nach Alter gibt es genaue Vorgaben, wie lange und zu welcher Tageszeit Jugendliche jobben und welche Arbeiten sie dabei verrichten dürfen. Was auch nicht geht: ein Job bei Hitze, Nässe, Kälte oder Lärm.

Die perfekte Lösung: Minijob

Melanie hatte es etwas einfacher, schließlich ist sie bereits volljährig. Trotzdem musste sie noch einiges beachten. Sie entschied sich für einen Minijob in einer Bäckerei. Das heißt, dass sie monatlich nicht mehr als 450 Euro verdient und deshalb keine Sozialabgaben anfallen. Ein weiterer Vorteil: Bei einem Minijob fallen keine Steuern an. Für Melanie war das die ideale Lösung. Das Geld für das Handy hatte sie schnell zusammen und da sie auch weiterhin in der Schule glänzt, darf sie auch weiterhin jobben. "Jetzt spare ich für einen Strandurlaub im nächsten Jahr." Dann hat sie sich die kleine Auszeit wirklich verdient.